Taal en object
1
tot zulk een intensiteit van groen
zijn wij samengeklonken
de taal aan zijn object
dat geen hobo vermag iets los te wrikken
dat geen hobo deelt in de gulden slag
die de zon ontwapent en het wier
in paarse slierten doet betijen
zo rustig flakkerend aan de rand
brandt zijn atoomkern wezenlijk
over het borduursel van de dood
2
trekt Odusseus trekt de zee
zich terug rimpelig
een glijdend vel over de vlakte
die blijft nabestaan
geluid stroopt af
en laat de delen week
nog niet omhuld
object gescheiden van de taal
in zover als het vocht de poriën draagt
ook na de vlucht
zwelt het object
Sonja Prins (1912-2009), uit:
Vrijheid om te zijn ─ Gedichten 1958-1960,
thans opgenomen in Verzameld werk 3,
dat als geheel de titel Weegschaal de aarde draagt.
Uitgeven door Papieren Tijger. ISBN 978-90-6728-268-0
Meer gedichten van Sonja Prins zijn te vinden op onze zustersites:
op Muziek en mensen, in een bijdrage van zondag 15 januari; op
de site Tempel der Dichtkunst zijn twee gedichten gepubliceerd, eveneens opgenomen op zondag 15 januari.
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zondag 15 januari 2012
zondag 21 december 2008
Das Wort — een gedicht van Friedrich Nietzsche
Das Wort
Lebendgem Worte bin ich gut:
Das springt heran so wohlgemut,
Das grüßt mit artigem Genick,
Ist lieblich selbst im Ungeschick,
Hat Blut in sich, kann herzhaft schnauben,
Kriecht dann zum Ohre selbst den Tauben,
Und ringelt sich und flattert jetzt,
Und was es tut — das Wort ergetzt.
Doch bleibt das Wort ein zartes Wesen,
Bald krank und aber bald genesen.
Willst ihm kein kleines Leben lassen,
Mußt du es leicht und zierlich fassen,
Nicht plump betasten und bedrücken,
Es stirbt oft schon an bösen Blicken —
Und liegt dann da, so ungestalt,
So seelenlos, so arm und kalt,
Sein kleiner Leichnam arg verwandelt,
Von Tod und Sterben mißgehandelt.
Ein totes Wort — ein häßlich Ding,
Ein klapperdürres Kling-Kling-Kling.
Pfui allen häßlichen Gewerben,
An denen Wort und Wörtchen sterben!
Friedrich Nietzsche (1844-1900)
Aus: Spruchhaftes aus den Jahren 1869 bis 1888
Op de foto: Friedrich Nietzsche, Basel 1873

Das springt heran so wohlgemut,
Das grüßt mit artigem Genick,
Ist lieblich selbst im Ungeschick,
Hat Blut in sich, kann herzhaft schnauben,
Kriecht dann zum Ohre selbst den Tauben,
Und ringelt sich und flattert jetzt,
Und was es tut — das Wort ergetzt.
Doch bleibt das Wort ein zartes Wesen,
Bald krank und aber bald genesen.
Willst ihm kein kleines Leben lassen,
Mußt du es leicht und zierlich fassen,
Nicht plump betasten und bedrücken,
Es stirbt oft schon an bösen Blicken —
Und liegt dann da, so ungestalt,
So seelenlos, so arm und kalt,
Sein kleiner Leichnam arg verwandelt,
Von Tod und Sterben mißgehandelt.
Ein totes Wort — ein häßlich Ding,
Ein klapperdürres Kling-Kling-Kling.
Pfui allen häßlichen Gewerben,
An denen Wort und Wörtchen sterben!
Friedrich Nietzsche (1844-1900)
Aus: Spruchhaftes aus den Jahren 1869 bis 1888
Op de foto: Friedrich Nietzsche, Basel 1873
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